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Die reformierte Lehre von der Vorherbestimmung
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6) Die Synode von Westminster und ihr Bekenntnis

Das theologische System, das üblicherweise unter dem Namen Calvinismus oder reformierter Glaube bekannt ist, findet seinen genauesten Widerhall im Westminster-Bekenntnis. Die Synode von Westminster wurde vom englischen Parlament einberufen. Ihre Arbeit erstreckte sich über eine Zeit von etwa fünfeinhalb Jahren und wurde 1648 beendet. Die repräsentative Körperschaft setzte sich aus 121 Pastoren und Theologen, einigen Adeligen und etwa zwanzig Bürgern zusammen. Sie kamen aus allen Provinzen Englands, der Universitäten Oxford und Cambridge; außerdem kamen 7 Bevollmächtigte aus Schottland. Ob nun gemessen am Ausmaß und der Wirksamkeit ihrer Arbeit oder an ihrem Einfluss auf spätere Generationen — die Westminstersynode steht bei protestantischen Konzilen an erster Stelle. Die wichtigste Arbeit der Synode war das Westminster-Glaubensbekenntnis, ein unvergleichliches Kompendium biblischer Wahrheiten, welches zu den edelsten Errungenschaften des britischen Protestantismus zählt. Es ist zurecht als theologisches Meisterwerk der vergangenen vier Jahrhunderte genannt worden. Dr. Warfield bezeichnete es als

»das umfassendste, bestausgearbeitetste und sorgsamst gehütete, vollkommenste und von lebendigster Ausdruckskraft geprägte Werk, das je von menschlicher Hand verfertigt worden ist, in das alles einfließt, was wir ›evangelisch‹ nennen und was unter allen Umständen bewahrt werden muss, wenn der Evangelikalismus Bestand haben soll.«273273     Quelle nicht angegeben

Dr. F. W. Loetscher bezeichnete in einer Ansprache vor der Generalversammlung der Presbyterianischen Kirche in den USA 1929 die Lehrsätze von Westminster als

unvergleichliches, ja geniales theologisches Werk … das edelste Erzeugnis der großen Erweckung, die wir Reformation nennen; eine unvergleichliche Formelsammlung, die zumindest der englischsprachigen Christenheit als die umfassendste, genaueste und angemessenste Verkörperung des reinen Evangeliums von der Gnade Gottes bekannt geworden ist.«

In der gleichen Ansprache sagte er:

»Ich sehe voraus, dass die Beschreibung dieser ehrwürdigen Dokumente vielen Menschen, einigen auch unter denen, zu welchen zu sprechen ich bei dieser Gelegenheit die Ehre habe, als unpassende Übertreibung, wenn nicht als ein schierer Anachronismus erscheinen werden. Der Zeitgeist hat für den Wert von Glaubensbekenntnissen wenig übrig, und dieses unser Bekenntnis wird wie viele andere Bekenntnisse die traurige Erfahrung machen müssen, selbst im Lande seiner vermeintlichen Anhänger verachtet und abgelehnt zu werden.«274274     Quelle nicht angegeben

Dr. Curry, der ehemalige Herausgeber der Zeitschrift „Methodist Advocate“ aus New York nannte in einer seiner Ausgaben über Glaubensbekenntnisse das Westminster-Bekenntnis »die brauchbarste, klarste und umfassendste Aufstellung der christlichen Lehre, die je herausgegeben wurde — eine grandioses Monument der geistigen Größe seiner Verfasser.«

Mit diesem Maßstab haben wir die berühmteste Präsentation theologischer Wahrheiten, die dem menschlichen Geist zugänglich ist. Das Bekenntnis zeigt wesentlich größeren Tiefgang an theologischer Einsicht als alle anderen Bekenntnisse und verdient die Bewunderung aller Zeitalter. Es bringt Männer von starker lehrmäßiger Überzeugung hervor. Jeder, der sich dazu bekennt, hat eine endgültige Basis für den Glauben und wird nicht »durch trügerisches Spiel von Menschen von jedem Wind einer Lehre hin und hergeblasen, mit dem sie uns arglistig verführen wollen.«

Obgleich das Westminster-Bekenntnis so logisch, so klar und umfassend formuliert ist, wird es von den Mitgliedern und sogar von Dienern der Presbyterianischen und Reformierten Kirche oft schandhaft verleugnet! So sagt Dr. Frank H. Stevenson, der erste Präsident des Kuratoriums des Westminster Theological Seminary:

»Das Glaubensbekenntnis mag in der Verfassung der Presbyterianischen Kirche vernachlässigt werden, ja nahezu vergessen werden, aber es ist während fünfundzwanzig Jahren lehrmäßiger Konfusionen unangetastet geblieben und musste nicht verbessert werden. Es ist und bleibt als unser Glaubensbekenntnis in jeder Hinsicht ein mutiges Bollwerk. Nicht nur um seiner selbst willen, sondern weil es Christus die volle Ehre zukommen lässt, ist es wert, als das bezeichnet zu werden, was Paulus prophetisch ›den guten Kampf des Glaubens‹ genannt hat.«275275     Christianity Today, Sept 1930, S. 7.

Diesen Worten stimmen wir aus ganzem Herzen zu.


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